Modernste Produktionsanlagen
Mit der direkten Verbindung zum benachbarten Schlachthof sicherte sich Suttero schon Mitte der 70er Jahre einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die Appenzeller sind für ihre Eigenwilligkeit bekannt. Da ist vieles anders und ursprünglicher als im Rest der Schweiz: die Appenzeller Streichmusik, die liebliche Hügellandschaft, das reiche Brauchtum und nicht zu vergessen – das saftige Appenzeller Mostbröckli. Es war eine der ersten Fleischspezialitäten, die Firmengründer Otto Sutter vor neunzig Jahren in seiner Dorfmetzg in Teufen herstellte. Schon damals nach einem alten Rezept. Im SUTTERO-Sortiment gehört es heute noch zum Köstlichsten, was die Metzgerkunst zu bieten hat. Zarte Stücke vom Rindsstotzen werden mit Gewürzen und Rotwein gepökelt, um anschliessend mit ausgesuchten Hölzern und Kräutern geräuchert zu werden. Über das «Wie» schweigt man sich aus. Ein Familiengeheimnis, vom Vater auf den Sohn vererbt.
Grossmetzgerei der kurzen Wege
In der Zerlegerei, der ersten Station der Produktion, beginnt unser Firmenrundgang unter der sachkundigen Führung von Betriebsleiter Remo Sturzenegger. Konzentriert hantieren die 25 Männer mit ihren Messern. Hier sind Schnelligkeit und Sorgfalt oberstes Gebot. Jeder Handgriff sitzt. Die verschiedenen Absatzkanäle stellen unterschiedliche Ansprüche an die Schnittführung. Flexibel werden die entsprechenden Kundenwünsche berücksichtigt. Eine der Stärken von Sutter. Kotelettstück, Schinken und Schultern, für den Fleischhandel bestimmt, werden in die Zwischenkühlräume transportiert. Das Fleisch für die Markenprodukte gelangt auf kürzestem Weg zur Weiterverarbeitung.
«Ein junges Team, ein Betrieb mit Zukunft»
Der sich so begeistert über seinen Wirkungskreis äussert, ist Remo Sturzeneger, seit 15 Jahren in der Lebensmittelbranche. 2005 übernahm er die Betriebsleitung bei Suttero. «Wir sind ein unheimlich flexibler Betrieb. Die Anforderungen an die Produktion können sich stündlich ändern». Fasziniert von der Lösung organisatorischer Knacknüsse, sorgt er mit seinen 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine reibungslose Produktion «just in time».
Beim breiten Publikum ist die Marke SUTTERO bestens eingeführt. Dagegen wissen die wenigsten Konsumenten, dass auch ein wesentlicher Teil des Frischfleisches und der Fleischprodukte, die sie bei den Grossverteilern erstehen, von der SUTTERO-Gruppe stammt. Handwerkliches Können, kombiniert mit industrieller Fertigung, bildet die Grundlage.
Der Himmel voller Würste hängt
Kalt geräuchert werden dagegen Landrauchschinken und Mostbröckli. Das haben sie mit den Rohwürsten gemeinsam. Und gleich wie diese entwickeln sie ihr unvergleichliches Aroma in einem mehrwöchigen Reifeprozess. Bei Suttero produziert man über 45 Sorten: Salami, Landjäger, Pantli, Salsiz, Bauernschüblig, um nur einige zu nennen. Im Kutter aufbereitet, wird die individuell gewürzte Wurstmasse mit modernsten Maschinen abgefüllt.
Während die Würste in vier bis zwölf Wochen ihrer anmächeligen Farbe entgegenreifen, verlieren sie bei diesem Trocknungsprozess bis zu vierzig Prozent an Gewicht. In den köstlich duftenden Reiferäumen hängt der Himmel voller Würste. Man wähnt sich im Schlaraffenland.